TYP TALLBOY

Tonnenschwere Weltkriegsbombe in Swinemünde entdeckt

Auf Usedom ist beim Vertiefen der Fahrrinne zwischen Swinemünde und Stettin ein Blindgänger gefunden worden. Wie geht es jetzt weiter?
dpa
In Swinemünde ist beim Vertiefen der Fahrrinne eine Weltkriegsbombe gefunden worden. (Archivbild)
In Swinemünde ist beim Vertiefen der Fahrrinne eine Weltkriegsbombe gefunden worden. (Archivbild) Swinemünde
Swinemünde.

In der polnischen Hafenstadt Swinemünde (Świnoujście) haben Arbeiter beim Vertiefen der Fahrrinne eine tonnenschwere Weltkriegsbombe entdeckt. Bei dem Blindgänger handele es sich um eine besonders schwere Bombe vom Typ „Tallboy”, die im Zweiten Weltkrieg von der britischen Luftwaffe eingesetzt wurde. Laut Berichten des britischen Senders BBC hatten Bombe dieses Typs ein Gewicht von 5,4 Tonnen. Ein Krisenstab sei zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten, sagte eine Sprecherin der Woiwodschaft Westpommern am Freitag der dpa in Warschau.

Es habe zwar schon mehrfach Bergungen von Blindgängern aus der Fahrrinne zwischen Swinemünde und Stettin (Szczecin) gegeben, aber mit einem so schweren Objekt habe man es zum ersten Mal zu tun. Eine direkte Gefahr für die 41.000 Einwohner der Hafenstadt bestehe derzeit nicht. Den Angaben zufolge wird der Krisenstab noch einige Zeit brauchen, um über eine Bergung oder eine Entschärfung der Fliegerbombe zu entscheiden.

Swinemünde wird von der Swine geteilt, einem Meeresarm der Ostsee, der zwischen den Inseln Usedom und Wollin verläuft und das Stettiner Haff mit dem Meer verbindet.

Zuletzt war die Bergung von im Stettiner Haff gefunden Weltkriegsbomben wegen zu viel Wind auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

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