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Völlig abgehoben? 16 Millionen für Airport-Sanierung

Auf dem Flughafen Heringsdorf könnten im kommenden Jahr 10 000 Passagiere ankommen, die allein den Hotels acht Millionen Euro Umsatz bescheren. Foto: privat
Auf dem Flughafen Heringsdorf könnten im kommenden Jahr 10 000 Passagiere ankommen, die allein den Hotels acht Millionen Euro Umsatz bescheren. Foto: privat
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Für den Flughafen Heringsdorf ist jetzt eine brisante Liste aufgetaucht: Sanierungen und Neuanschaffungen würden 16 Millionen Euro verschlingen. Und dabei hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald, dem der Airport gehört, kein Geld, sondern immense Schulden.

Heben die Kosten für den Flughafen Heringsdorf auf der Insel Usedom in schwindelerregende Höhen ab? Der Betrieb des Airports kostet den Landkreis im Jahr ohnehin rund 500 000 Euro, doch jetzt ist die Rede von weiteren 16 Millionen Euro. Diese gigantische Summe müsste in neues Gerät, in Technik und Infrastruktur investiert werden, um den rote Zahlen schreibenden Heringsdorfer Flughafen auf den neuesten Stand zu bringen. Dieser Betrag geht aus einer geheimen Liste zu Investitionen und Neuanschaffungen hervor, welche die Kaiserbäder Tourismus Service GmbH (KTS) aufgestellt hat. Das Papier liegt dem Nordkurier vor.

Noch-Flughafen-Chef Hans-Jürgen Merkle und KTS-Chef Rolf Landau versuchen, etwas Brisanz aus der aufgeheizten Debatte zu nehmen. Bei der Liste handle es sich um eine Wunschliste mit allen nur denkbaren Neuanschaffungen, sagt Rolf Landau. Und: Die 16 Millionen Euro seien völliger Quatsch, sagt Hans-Jürgen Merkle. Diese Summe werde nur dann fällig, „wenn von heute auf morgen alles kaputt geht“. Und das hält der Airport-Chef für sehr unwahrscheinlich. „Die vorhandenen Anlagen sind zwar alt, funktionieren jedoch einwandfrei“, betont Merkle. Die tatsächlich notwendigen Investitionen würden deutlich geringer ausfallen.