FLUGHAFEN HERINGSDORF

Wie geht’s bloß weiter?

300 000 Euro, so viel soll der Flughafen Heringsdorf auf Usedom in diesem Jahr den Kreis kosten. Und es könnte noch viel mehr werden.
Die Zukunft des Flughafens Heringsdorf auf Usedom ist nach wie vor offen. Der Kreis – bisher alleiniger Eigentümer – sucht Käufer oder Mitteilhaber.
Die Zukunft des Flughafens Heringsdorf auf Usedom ist nach wie vor offen. Der Kreis – bisher alleiniger Eigentümer – sucht Käufer oder Mitteilhaber. Stefan Sauer
Heringsdorf.

Wie geht’s weiter mit dem Flughafen Heringsdorf? Zunächst mit Mitteln des Landkreises, der derzeit noch Eigentümer des Airports ist. 300 000 Euro sollen laut Haushaltssatzung im Jahr 2014 an den Flughafen auf der Insel Usedom fließen. Der Finanzausschuss des Kreises stimmte dem Entwurf des Haushaltsplans am Montag zu. Doch was ist mit den laufenden Verkaufsverhandlungen?

„So schnell geht das mit dem Verkauf nicht“, stellt Jörg Hasselmann fest. Immerhin gehe es bei den Verhandlungen um einen Flughafen. Doch die Verkaufsverhandlungen um den Airport laufen auf jeden Fall weiter, versichert der Erste Beigeordnete der Landrätin. Hasselmann hofft, bis zum nächsten Kreistag im April eine Vorlage zur Zukunft des Flughafens vorweisen zu können. Ein Verkauf bis dahin wäre jedoch ein „Wunder“. Denn es müssen noch finanzielle Gutachten erstellt werden. Diese sind bereits in Arbeit, benötigen aber ihre Zeit. Angesichts der im Mai anstehenden Kommunalwahlen hofft Hasselmann noch bei den ersten Sitzungen des neuen Kreistages im Herbst eine konkrete Entscheidung vom Kreistag zum Flughafen zu bekommen.

Bis dahin muss der Kreis weiterhin für den Airport Heringsdorf aufkommen. Im Kreishaushalt sind 300 000 Euro vorgesehen; weitere 125 000 Euro soll die Gemeinde Heringsdorf übernehmen. Die Gemeinde knüpft ihre finanzielle Hilfe an eine Beteiligung am Flughafen. Der Gemeinderat will darüber Ende Januar beraten, und Hasselmann hofft anschließend auf eine Einigung. Sollten die Gespräche mit Heringsdorf nicht gelingen, müsste der Kreis für den Flughafen in diesem Jahr sogar 425 000 Euro berappen.

Einwände im Finanzausschuss, dass der Kreis den Flughafen nur noch mit bis zu 100 000 Euro unterstützen darf, weist Hasselmann zurück. Die Summe, die das Innenministerium nennt, beziehe sich auf eine mögliche Beteiligung des Kreises, sollte der Flughafen anteilig verkauft werden. Der Kreis könnte demnach mit einem maximalen Anteil von 100 000 Euro Teilhaber des Flughafens bleiben.

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