Dieser Zaun soll Wildschweine daran hindern, von Polen nach Deutschland zu laufen. Für Spaziergänger und Fahrzeuge w
Dieser Zaun soll Wildschweine daran hindern, von Polen nach Deutschland zu laufen. Für Spaziergänger und Fahrzeuge wurden Lücken gelassen, in die noch verschließbare Türen eingebaut werden. Daniel Szysz
Eine Bache mit Frischlingen an der Wartschlange vor der Fähre bei Swinemünde. Urlauber füttern die Tiere dort o
Eine Bache mit Frischlingen an der Wartschlange vor der Fähre bei Swinemünde. Urlauber füttern die Tiere dort oft. Kai Ottenbreit
In dieser Woche wird der Zaun am Strand von Ahlbeck aufgebaut.
In dieser Woche wird der Zaun am Strand von Ahlbeck aufgebaut. Ostseebad Heringsdorf
Immer wieder füttern meist Urlauber die Tiere bei der Fähre Karsibor während der Wartezeit. Regionale Medien wa
Immer wieder füttern meist Urlauber die Tiere bei der Fähre Karsibor während der Wartezeit. Regionale Medien warnen jedes Jahr, dass man das unterlassen soll. Es kommt oft zu brenzlichen Situationen beim Versuch, der Leitbache also dem Muttertier, zu nahe zu kommen. Sie streckt ihren Schwanz in die Höhe, das ist kein gutes Zeichen. Kai Ottenbreit
Auf Schildern am Zaun wird Urlaubern erklärt, wozu das Bauwerk da ist.
Auf Schildern am Zaun wird Urlaubern erklärt, wozu das Bauwerk da ist. Ostseebad Heringsdorf
Schutz vor Schweinen

Zaun verunsichert Urlauber auf Usedom an Grenze zu Polen

Viele Spaziergänger kehrten in dieser Woche am Strand bei Ahlbeck wieder um. Dabei sind extra für sie Türen eingebaut.
Ahlbeck

Für Verwirrung bei Spaziergängern sorgte in dieser Woche ein Zaun an der deutsch-polnischen Grenze am Strand von Ahlbeck. Dabei handelt es sich um das letzte Stück der zehn Kilometer langen Zaunanlage entlang des Grenzstreifens auf der Insel Usedom, welche der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest entgegenwirken soll.

Mehr lesen: Afrikanische Schweinepest: MV baut Zaun an deutsch-polnischer Grenze bis nach Usedom

Wie Krischan Ritter von der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf mitteilte, können Strandspaziergänger und Fahrzeuge der Gemeinde, der Rettungswacht oder der Polizei, durch mehrere verschließbare Tore weiterhin problemlos passieren.

Bei den Aufbauarbeiten gab es verdutzte Gesichter. Manche Urlauber aus Swinemünde machten sofort kehrt. Sie vermuteten, der Zaun habe mit den Flüchtlingen aus Belarus zu tun, die seit einigen Wochen über Polen nach Deutschland kommen. Selbst auf den Hinweis der Forstmitarbeiter, dass der Zaun für Schweine gedacht ist und keinesfalls Urlauber aussperren soll, kehrten viele wieder um. Doch ein Foto schossen die meisten noch.

Er ist einen Meter hoch und endet im Wasser

„Der knapp einen Meter hohe Zaun soll verhindern, dass sich die afrikanische Schweinepest auf der Insel Usedom verbreitet und sich Wild- und Nutztiere mit der Tierseuche infizieren. Die Kosten für den Zaun trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern”, erklärte Felix Adolphi vom Forstamt Neu Pudagla. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bisher seien weder auf dem deutschen, noch auf dem polnischen Teil der Insel Fälle der Afrikanischen Schweinepest bestätigt worden. In Brandenburg und Sachsen kam es hingegen in den vergangenen Monaten zu größeren Infektionsherden durch infizierte Tiere aus Osteuropa.

Bei Facebook und Twitter wird der Zaun am Strand bereits lebhaft diskutiert. „Dann laufen die Schwarzkittel eben entlang der Straße oder neben den Gleisen der Usedomer Bäderbahn. Da gibt es keine Zäune und Tore”, kommentierte Maik Passauer. Sieglinde Geltz meint, „die Schweinchen können auch gut schwimmen”. Doch Letzteres soll den Tieren vereitelt werden. In den kommenden Tagen, wenn der Pegel der Ostsee nicht mehr so hoch ist, soll der Zaun bis ins Wasser hinein gebaut werden, erklärte Krischan Ritter. An den Türen werden Schilder angebracht, die in deutscher und polnischer Sprache daran erinnern, sie immer zu schließen.

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