„Konzerte sind mein Herzschrittmacher“

Ben Zucker

Ben Zucker - Live mit Band 2022 - am 3. September 2022 um 19:30 Uhr auf der Open Air Fläche des Jahnsportforums Neubrandenburg (verlegt vom 2.9.2021)
Ben Zucker
In Bens drittem Album steckt jeder Song voller Gefühl, das dem Künstler direkt aus dem Herzen spricht. Er ist wieder bei sich angekommen, und er hat eine Message für uns: Dieses Album ist kein Trostpflaster für verschobene Konzerttermine oder Beschäftigungstherapie für einen Künstler ohne Auftritte. Es ist ein Grundstein, den Ben für die kommenden Jahre gelegt hat, und eine Ansage für alle Musikbegeisterten da draußen: Wann immer wir uns wieder live gegenüberstehen, macht euch bereit dafür: „Jetzt erst recht!“. Ben Wolf
Neubrandenburg

BEN ZUCKER - „Jetzt erst recht“

„Jetzt erst recht!“: Ben Zucker macht den Titel seines dritten Albums zum Programm. Ein Nummer-eins-Album in den offiziellen Deutschen Charts, mehr als 600.000 verkaufte Tonträger mitsamt der zugehörigen Gold- und Platin-Auszeichnungen, ausverkaufte Konzerte in Deutschlands größten Arenen von München bis Hamburg. Was sich liest wie die Zusammenfassung einer ganzen Karriere ist nur ein Ausschnitt von drei Jahren in
Bens Leben. Drei Jahre, die alles verändert haben. Als 2017 sein erster, großer Hit „Na und?!“ voll durchschlägt und sein gleichnamiges Album von Woche zu Woche die Charts hinaufklettert, ist Ben am Ziel seiner Träume. Regelmäßig präsentiert er sich nun in den großen Samstagabendshows von Florian Silbereisen einem Millionenpublikum. Die Menschen verstehen sofort: Das ist ein Live-Act. Ein Künstler, den man vor der
Verstärkerwand auf der Bühne sehen muss. Die Tickets zur Tour seines zweiten Albums „Wer sagt das?!“ verkaufen sich so schnell, dass er in immer größere Hallen ausweichen muss. Drei Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung ist der Ausnahmemusiker mit der markant rauen Stimme in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena seiner Heimatstadt Berlin angekommen. Und dann - macht das Land dicht.

Aus dem donnernden Applaus der Menschen wird Ben im Frühjahr 2020 in sein Wohnzimmer verbannt und darf auf einmal nicht mehr spielen. „Konzerte sind mein Herzschrittmacher“, sagt er selbst. „Die Bühne, meine Fans, die Stimmung, die Emotionen – deswegen mache ich Musik.“ Drei Jahre lang feiert er Erfolg um Erfolg und erlebt einen Aufstieg, den man kaum so schnell verarbeiten kann. In der plötzlichen Stille
zuhause fühlt er sich nun „wie ein Löwe im Käfig“, und manche private Baustelle, die vom plötzlichen Erfolg überstrahlt worden war, fordert nun ihren Raum ein. Man kennt es von Leistungssportlern: Schon eine kleine Verletzung, die den täglichen Rhythmus aus Training und Leistungsabruf stoppt, kann alles aus dem Tritt bringen. So erging es auch Ben mit seiner Zwangspause: Das Kopfkarussell begann sich zu drehen, und Themen wie
gescheiterte Beziehungen oder überzogene Ansprüche an sich selbst bringen ihn um den Schlaf. Ben vernachlässigt immer mehr seine Sportroutine, ernährt sich schlecht und hangelt sich von einer enttäuschten Öffnungsperspektive zur nächsten. So lange, bis es ihm schließlich reicht.

Mitten im Sommer 2020 hat Ben seinen ganz persönlichen Rocky-Moment: Ihm wird klar, dass er sich selbst an den eigenen Haaren aus dem Tief ziehen muss. Und dass er eine neue Vision braucht. Diese Vision ist das dritte Album, an dem er arbeiten will, denn was könnte ihm besser helfen als neue Songs zu schreiben. Bei einem Künstler, der so sehr seine Musik verkörpert, muss dabei aber auch das Selbstbild stimmen. Ben weiß,
dass er die Weichen radikal umstellen muss, um sich für den nächsten Schritt bereit zu machen. Er unterzieht sich einem strengen Sport- und Ernährungsprogramm, verzichtet für die kommenden Monate völlig auf Alkohol und andere alltäglichen Gifte und packt die Aufarbeitung der einen oder anderen gescheiterten Beziehung und auch der eigenen Ansprüche in Songtexte. So entstehen die ersten Entwürfe ganz persönlicher Songs wie
„Dazwischen bin ich“, die genau diese extremen Emotionen „zwischen tausenden Menschen und Stunden allein“, verarbeiten. In einer der berührenden Balladen von „Jetzt erst recht“ fragt sich Ben: „Bist du der
Mensch, für den ich leb“. Woran erkennt man denn, dass man beim richtigen Partner angekommen ist? Und dann setzt man auf jemanden, mit allem was man hat, und wird vielleicht enttäuscht. Im Song „Ich weine nicht um dich“ lässt uns Ben noch einmal genau diesen Trotz spüren, den wir alle schon erlebt haben. Und der Sänger hinterfragt auch seine eigene Rolle in der Liebe. So oft hat er sich schon überhastet in die nächsten
großen Gefühle gestürzt und es war „schon wieder für immer“. Die Monate des Songwritings helfen Ben, seine Gefühle zu sortieren und den Kopf wieder frei zu bekommen. Angesteckt von seinem neuen Feuer sind auch noch ganz andere Töne auf dem Album zu hören. So die erste Single-Auskopplung „Guten Morgen Welt“, die bereits auf dem besten Wege ist, sich in die vielen Hits seiner jungen Karriere einzureihen. Hier
spürt man die Lebensgeister und die ganze Power, mit der uns Ben Zucker vom ersten Ton an begeisterte.

Von den ganz großen Triumphen bis zu den stillen Momenten: In Bens drittem Album steckt jeder Song voller Gefühl, das dem Künstler direkt aus dem Herzen spricht. Er ist wieder bei sich angekommen, und er hat eine Message für uns: Dieses Album ist kein Trostpflaster für verschobene Konzerttermine oder Beschäftigungstherapie für einen Künstler ohne Auftritte. Es ist ein Grundstein, den Ben für die kommenden Jahre gelegt
hat, und eine Ansage für alle Musikbegeisterten da draußen: Wann immer wir uns wieder live gegenüberstehen, macht euch bereit dafür: „Jetzt erst recht!“.

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