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Verweilen im Schatten des Torwächters

Der Torwächter von Dietmar Lange hat seinen Platz im Skulpturengarten bereits eingenommen.

Dietmar Lange ist ein aktiver Mensch. Zurzeit wäre er sogar froh darüber, wenn ein Tag mehr als 24 Stunden hätte. Jede freie Minute verbringt der ...

Dietmar Lange ist ein aktiver Mensch. Zurzeit wäre er sogar froh darüber, wenn ein Tag mehr als 24 Stunden hätte. Jede freie Minute verbringt der Künstler auf dem 1500 Meter großen Areal, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Wohnhaus in Groß Fredenwalde und der Galerie, die er dort betreibt, befindet.

Seine Arbeit hat bereits Früchte getragen: Nicht zu übersehen ist, was aus dieser Fläche werden soll: ein Skulpturengarten. Der Torwächter und andere Arbeiten des Bildhauers haben darauf bereits ihren Platz gefunden.
„Menschen, Gesichter, Köpfe, aber auch schöne Formen sind mein Thema“, sagt Dietmar Lange. Von Beruf ist er Ergotherapeut, arbeitet auf dem Waldhof Templin mit mehrfach schwerstbehinderten Menschen. Die Bildhauerei bedeutet seit mehr als zehn Jahren Ausgleich für ihn. Genauso wie das Fotografieren. Jeden Tag ist Dietmar Lange mit seiner Kamera unterwegs. Lange suchen muss er nach Motiven nicht. „Die Uckermark ist eine regelrechte Fundgrube dafür.“ Beeindruckende Aufnahmen sind so entstanden.

Sein neues Projekt versteht Dietmar Lange als Garten der Begegnung, einen Platz zum Verweilen inmitten einladender Landschaft mit künstlerischen Momenten. Gern möchte er auch Kollegen diesen besonderen Platz als Ausstellungsort anbieten.
Die Fläche für den Garten hat der Groß Fredenwalder im wahrsten Sinne des Wortes freigelegt: „Sie war nahezu zugewachsen“, erinnert er sich an die Anfänge seiner Bemühungen. Inzwischen sind die ersten neuen Sträucher und Büsche angepflanzt, damit das Areal die entsprechende Struktur bekommt. Kälteempfindliche Pflanzen wie Rosen warten darauf, dass sie in den Boden kommen. Es gibt eine Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten, eine Handpumpe. Im hinteren Bereich soll Raum für eine Steinkreisfläche sein. Darum kümmert sich die Malerin Christine Hubrig. Ein passendes Ambiente also für gute Gespräche. „Zäune würden da nur stören, deshalb gibt es auch keine“, sagt Dietmar Lange.

Bis zum 4. Mai, dem Tag des offenen Ateliers in der Uckermark, will er noch eine Menge schaffen. Wer ihn dabei unterstützen möchte, der ist gern gesehen. „Die Namen der Helfer werden in der Chronik des Gartens erwähnt.“ An diesem 4. Mai soll der Skulpturengarten offiziell eröffnet werden. Aus diesem Anlass stellt Christine Hubrig neue Bilder in der Galerie aus. In der Groß Fredenwalder Radlerherberge wird der Autor Peter Reuter lesen, mit dem Dietmar Lange befreundet ist.