FAMILIE PÄPPELT VOGELBABY AUF

▶ Ein süßer Spatz stellt Familienleben auf den Kopf

Dieser Penkuner hat einen Vogel! Arnold hat von seinem Angelausflug ein hilfloses Vogelbaby mitgebracht, um es vor dem Tod zu bewahren. Seit zwei Wochen hegt und pflegt die Familie den kleinen Piepmatz. Langsam wird das Tier selbstständig – und macht allerlei Unfug.
Arnold und der kleine Eg(g)bert sind ein Herz und eine Seele. Dem Elfjährigen wird es in der Schule nicht schwerfallen, e
Arnold und der kleine Eg(g)bert sind ein Herz und eine Seele. Dem Elfjährigen wird es in der Schule nicht schwerfallen, ein Thema für den obligatorischen Aufsatz „Mein schönstes Ferienerlebnis“ zu finden. Silke Tews
Der kleine Piepmatz gesellt sich gern zu Arnolds Mama, wenn sie einen Krimi schaut.
Der kleine Piepmatz gesellt sich gern zu Arnolds Mama, wenn sie einen Krimi schaut. Silke Tews
Vor zwei Wochen war Eg(g)bert noch ein hilfloses, schüchternes Vogelbaby. Inzwischen ist er gewachsen, seine Schwanzfeder
Vor zwei Wochen war Eg(g)bert noch ein hilfloses, schüchternes Vogelbaby. Inzwischen ist er gewachsen, seine Schwanzfedern haben sich entwickelt, und langsam beginnt er, allein zu fressen und zu trinken. Silke Tews
Ganz traurig schaute der kleine Vogel, und er zitterte vor Kälte, als der Penkuner ihn auf einem Weg in der Nähe des
Ganz traurig schaute der kleine Vogel, und er zitterte vor Kälte, als der Penkuner ihn auf einem Weg in der Nähe des Schlosses fand. Doch inzwischen ist aus ihm ein putzmunterer Geselle mit Selbstbewusstsein geworden, der seine Nahrung einfordert. Silke Tews
Hier ist es auch schön kuschelig: Der Vogel hat es in Arnolds zotteligen Haaren gemütlich gemacht.
Hier ist es auch schön kuschelig: Der Vogel hat es in Arnolds zotteligen Haaren gemütlich gemacht. Silke Tews
In Stücke geschnittene Regenwürmer liebt der kleine Vogel.
In Stücke geschnittene Regenwürmer liebt der kleine Vogel. Silke Tews
Um welchen Vogel könnte es sich handeln?
Um welchen Vogel könnte es sich handeln? Silke Tews
Penkun.

Der Angelausflug des elfjährigen Penkuners Arnold endete mit einer Überraschung: Statt eines Fisches kam der Junge mit einem Jungvogel nach Hause. „Der lag auf dem Weg, als ich zum Angeln ging, und er lag zwei Stunden später immer noch da – und zitterte ganz doll“, erzählt er. Also hob der Tierfreund das Vögelchen behutsam auf und nahm es mit nach Hause, um es vor dem Hunger- und Kältetod zu retten.

Ein Einweghandschuh, gefüllt mit warmem Wasser, diente dem Nestling als Notheizung. Schon bald schlotterte er nicht mehr, fing dafür aber aufgeregt an zu fiepen. Hunger! Weil ein Angler stets einen Vorrat an Würmern aufbewahrt, war die Futterbeschaffung kein Problem. Aber wie einen Regenwurm in einen vor Aufregung zitternden Vogelschnabel befördern? Alles eine Frage der Übung, wie sich herausstellte. „Meine Mama und ich haben die Würmer klein geschnitten und die Stücke vorsichtig mit einer Pinzette in den Schnabel gelegt“, erzählt Arnold.

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Erst flog das Stückchen immer wieder aus dem Vogelschnabel, doch irgendwann funktionierte es. Von nun an forderte das Vögelchen, das die Familie auf den Namen Eg(g)bert taufte, alle zehn Minuten seinen Regenwurm ein. „Dass so ein kleines Wesen so viel fressen kann, hätte ich nicht gedacht“, staunt der Vogelretter.

Er guckt gern Krimis mit

Nachts schläft der Kleine. „Um 20 Uhr ziehen wir die Vorhänge zu, und dann hören wir nichts mehr von ihm. Aber morgens um 6 Uhr geht das Piepen wieder los“, erzählt Arnold. „Aber dann füttert meine Mama, ich habe ja Ferien und kann ausschlafen.“

Seit zwei Wochen nun kümmern sich die Penkuner um das „Findelkind”. Es ist sehr zahm, kommt angeflogen, sobald jemand das Zimmer betritt. Auf dem Bauch der Mama sitzend, hat Eg(g)bert sogar schon den ein oder anderen Krimi geguckt und ebendort auch das ein oder andere Stoffwechselpodukt „verloren” oder beim Lesen auf dem Buch gesessen, sodass die Sache mit dem Umblättern schwierig wurde.

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Um was für einen Vogel könnte es sich handeln?

Inzwischen stochert er sogar schon ein wenig in einer Schale mit getrockneten Insekten. Beim ersten selbstständigen Trinken hat die „Pflegefamilie“ das Tier am Mittwoch auch schon beobachtet. Seine Federn sind länger geworden, und langsam nimmt er die Gestalt eines ausgewachsenen Vogels an. Um welche Art könnte es sich handeln? Da tappt die Familie noch im Dunkeln – selbst nach ausgiebiger Internet-Recherche ist diese Frage noch unbeantwortet. Eine Singdrossel? Eine Grasmücken-Art? Wenn ja, welche? Vielleicht haben Sie,liebe Leser, ein Idee.

Und wie geht es nun weiter?

Wie es mit dem kleinen Eg(g)bert weitergeht, wenn es sich zu einem völlig selbstständigen Vogel entwickelt hat? Da ist die Familie noch unsicher. „Wir werden Jens Krüger vom Storchenpflegehof Papendorf anrufen und fragen, ob der Kleine allein lebensfähig ist und ausgewildert werden kann“, sagt Arnold, der den Piepmatz am liebsten für immer an seiner Seite hätte.

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