Unsere Themenseiten

:

Was sich ab Mai beim Mietrecht ändert

Eine neue Wohnung? Auch bei der Ermittlung der Vergleichsmiete gibt es Neuerungen. [KT_CREDIT] FOTO: Archiv

Ein Baugerüst vor dem Fenster müssen Mieter künftig eine Weile ertragen. Vor allem bei einer ener- getischen Modernisierung.Berlin.Die energetische ...

Ein Baugerüst vor dem Fenster müssen Mieter künftig eine Weile ertragen. Vor allem bei einer ener- getischen Modernisierung.

Berlin.Die energetische Modernisierung von Mietshäusern soll für Vermieter künftig einfacher möglich sein. Das ist eines der wesentlichen Ziele der Mietrechtsreform. Mieter müssen ab dem 1. Mai Lärm und Schmutz für mehrere Wochen hinnehmen, sollte ihr Vermieter entsprechende Baumaßnahmen durchführen.
„Drei Monate lang dürfen sie die Miete in diesem Fall nicht mindern“, erklärt
Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin. Hier weitere wichtige Änderungen des Mietrechtsänderungsgesetzes in einem Überblick.

Definition der energetischen Modernisierung: Zum ersten Mal wird im neuen Gesetz geklärt, was genau unter einer energetischen Modernisierung zu verstehen ist. Darunter fallen alle bauliche Veränderungen, durch die der Mieter nachhaltig Energie einsparen kann, etwa die Wärmedämmung der Fassade und der Einbau einer neuen Heizungsanlage.

Ankündigung von Modernisierungen: Der Vermietermuss die Modernisierung spätestens drei Monate vor Beginn der Bauarbeiten ankündigen. Dabei muss er die
Mieter laut Mieterbund über Art, Umfang, Beginn und voraussichtliche Dauer der Modernisierungsmaßnahme informieren. Außerdem muss er die zu erwartende Mieterhöhung und voraussichtliche Betriebskosten angeben.

Vergleichsmiete: Für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete spielt künftig nicht nur Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage der Wohnung eine Rolle. „Auch die energetische Ausstattung wird berücksichtigt“, sagt Gerold Happ. Weiterhin gilt: Auf dem Weg hin zur ortsüblichen Vergleichsmiete darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 Prozent steigen. „Neu ist aber, dass in Städten oder Stadtteilen mit Wohnungsengpässen die Kappungsgrenze auf 15 Prozent gesenkt werden kann“, erklärt der Experte.