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Habeck: LNG–Terminal Mukran beste der schwierigen Optionen

Rostock / Lesedauer: 1 min

Auf der Ostseeinsel Rügen liegt ein Industriehafen in Mukran. Dort soll ein LNG–Terminal entstehen. Kritiker fürchten um die Umwelt Rügens und den für die Insel wichtigen Tourismus.
Veröffentlicht:13.09.2023, 18:55

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat das geplante LNG–Terminal auf Rügen gegen die teils scharfe Kritik auf der Insel verteidigt. „Unter dem Strich geht es um ein Projekt, das Bestandteil der nationalen Energiesicherheitsstrategie ist“, sagte Habeck am Rande einer Konferenz in Rostock.

Mukran sei ein großer Hafen, wo im Grundsatz Industrie eigentlich hingehöre. „Insoweit ist es von den schwierigen Alternativen sicherlich die beste, die wir gefunden haben.“ Auch wenn bei der Gasversorgung die Notlage gebannt sei, sei sie nicht überwunden. Es sei falsch und fahrlässig zu behaupten, das Terminal sei nicht notwendig, da keine Notlage mehr befürchtet werden müsse.

Er hoffe, dass es bei dem Projekt über das „Wie“ zu einer Befriedung komme. „Das Ob kann ich nicht in Frage stellen“, sagte Habeck. „Das ist ein wichtiges Projekt, und wir werben, und im gewissen Sinne kämpfen wir auch politisch dafür, dass es realisiert wird.“

Nach Plänen des Bundes soll das Terminal in Mukran im Norden Rügens noch im kommenden Winter betriebsbereit sein. Nach Auffassung der Bundesregierung ist das Terminal wichtig für die Sicherheit der Energieversorgung auch im Falle eines kalten Winters oder falls andere Lieferwege ausfallen sollten. Kritiker sprechen hingegen von nicht benötigten Überkapazitäten und fürchten um die Umwelt Rügens und den für die Insel wichtigen Tourismus.