Konjunktur

Ifo–Umfrage: Exporterwartungen gehen zurück

München / Lesedauer: 1 min

„Die weltweiten Zinserhöhungen schlagen langsam auf die Nachfrage durch“, heißt es vom Ifo–Institut. Besonders betroffen sind die Exportpläne der Autoindustrie und der Metallbranche.
Veröffentlicht:25.05.2023, 10:53
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  • Author ImageDeutsche Presse-Agentur
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Der Anstieg der Zinsen trübt das Geschäft der deutschen Exporteure ein. Im Mai fiel der Index der Exporterwartungen des Ifo–Instituts im Vergleich zum Vormonat von 6,5 Punkten auf 1,8 Punkte, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Donnerstag mitteilte. „Die weltweiten Zinserhöhungen schlagen langsam auf die Nachfrage durch“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo–Umfragen. „Der deutschen Exportwirtschaft fehlt die Dynamik.“

Einen kräftigen Dämpfer erlitten die Exportpläne der Autoindustrie, die zuletzt bessere Auslandsgeschäfte erhofft hatte. Auch in der Metallbranche und bei Textilien gehen die Hersteller von sinkenden Auslandsumsätzen aus. Der Index basiert auf der monatlichen Befragung von gut 2300 Industrieunternehmen.

Der Zusammenhang von Zinsen und Exporten: Die Zentralbanken wollen mit den Zinserhöhungen die Inflationsrate senken. Da höhere Zinsen Kredite verteuern, wird die wirtschaftliche Aktivität insgesamt gedämpft, insbesondere Investitionen.