TRAINING BEIM SPIEL

Felix Kroos darf seinem Bruder nun doch zusehen

Bei jedem Spiel seines Bruders sitzt Felix Kroos vor dem Fernseher. Toni ist sein großes Idol. Es sei denn, eine Trainingseinheit kommt dazwischen.
Felix (rechts) neben seinem Bruder Toni Kroos.
Felix (rechts) neben seinem Bruder Toni Kroos. Tobias Hase
Berlin ·

Felix Kroos, Bruder des deutschen Nationalspielers Toni Kroos, durfte das heutige Spiel gegen Südkorea dann doch verfolgen. Bis heute morgen war eigentlich eine Trainingseinheit eingeplant. „Ja, das ist ganz bitter! Es ist noch nicht endgültig geklärt, weil ich noch mit dem Trainer reden muss. Denn es kann ja nicht sein, dass ich das nicht gucken kann. Aber so wie es jetzt aussieht, muss ich leider trainieren”, sagte er in einem Interview mit SWR 3.

 

 

Der Greifswalder steht aktuell beim Zweitligisten Union Berlin unter Vertrag. Warum das Training nicht verschoben werde, mutmaßt Kroos: „Unser Trainer ist Schweizer, das ist das Problem. Und die spielen erst am Abend.” Schließlich zeigte sich Urs Fischer, Trainer der „Eisernen”, dann aber doch einsichtig. Die Einheit wurde um zwei Stunden nach hinten gelegen. "18:30 Training! Herrlich! Auf gehts”, twitterte Kroos am frühen Nachmittag.

WhatsApp-Gruppe „Geile Typen”

Zu seinem berühmten Bruder pflegt Felix Kroos ein herzliches Verhältnis. „Wir haben eigentlich fast täglich Kontakt," erklärt der Vorpommer. Dabei spielt es auch keine große Rolle, das gerade WM sei. Die beiden Brüder haben sich extra eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet. Auf die Frage, wie die Gruppe heißt antwortet Kroos: „Geile Typen.” Vor jedem Spiel schickt er seinem Bruder dieselbe Nachricht: „viel Glück!”

 

 

Auch sonst verfolgt Felix mit Leidenschaft die Auftritte von Toni. Doch im Anschluss an das Spiel gegen Schweden konnte er sich eine Spitze gegen die Leistung seines Bruder nicht verkneifen. „Stark! Ein Tor gemacht eins vorbereitet”, postete er auf Twitter. Damit spielte er auf den Fehlpass von Toni Kroos an, der zur Führung der Skandinavier führte. So sei das eben unter Brüder, erklärt er, „und wenn alles gut ausgegangen ist, so wie es da war, dann kann man über alles lachen.”

Kein Fan von Public Viewing

Als in der 95. Minute dann doch das erlösende Tor fiel, war auch Felix extrem erleichtert. „Da springt man dann auch mal vom Sofa auf und dann könnte man natürlich die ganze Welt umarmen”, sagte er zum SWR. Trotzdem sieht Felix Kroos die Spiele seines Bruders am liebsten alleine. Beim Spiel gegen Schweden saß nur seine Verlobte neben ihm. „Meine Verlobte weiß auch, dass ich da nicht ansprechbar bin”, meint Felix.

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