Kommentar zum WM-Aus

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Zeit für einen Wechsel, nicht nur im Fußball

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Joachim Löw , Trainer der Deutschen Nationalmannschaft
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Joachim Löw , Trainer der Deutschen Nationalmannschaft
Michael Kappeler

An der Spitze des deutschen Fußballs muss es Veränderungen geben, meint Nordkurier-Chefredakteur Lutz Schumacher. Und an der Spitze der deutschen Politik auch.

Aus und vorbei. Deutschland scheidet erstmals in der Vorrunde aus einer Fußball-Weltmeisterschaft aus. Der belächelte Gegner Südkorea schoss am Ende zwei Tore und blamierte die deutsche Nationalelf bis auf die Knochen. Bitter!

Aber kam diese katastrophale Niederlage eigentlich überraschend? Auf dem Platz konnte man über weite Strecken nur müdes Gekicke sehen. Mäßige Standards, ideen- und lustlos umgesetzt, und das im Prinzip in allen drei Vorrundenspielen. Mutige Entscheidungen? Neue Ideen, neue hungrige Spieler? Lernen aus Fehlern? Fehlanzeige. Stattdessen: Weiter so! Wir schaffen das …

Erinnert Sie das an irgendetwas? Ohne den Vergleich überstrapazieren zu wollen, aber diese drei vermurksten Spiele sind symptomatisch für die Seelenlage in Deutschland in diesen Tagen. Unsere politische Führung agiert im Prinzip nicht anders als der noch amtierende Bundestrainer. Es geht nichts mehr voran, es wird nichts mehr gestaltet. Politiker, die ihre besten Zeiten hinter sich haben (oder sie nie hatten), sich nur noch an ihre Position klammern – und eigentlich nichts mehr bewegen, während sich die Welt dramatisch verändert.

Auf dem Platz das gleiche Trauerspiel: Ein unmotivierter Erdogan-Fan, Bayern-Spieler, die erfolglos herumstümpern, Stars, die nur noch von vergangenem Ruhm leben. Es ist Zeit für einen Wechsel an der Spitze der Nationalmannschaft, um in zwei oder vier Jahren mit einem jungen, mutigen Team von vorne zu beginnen.

Und ganz ehrlich: Dies würde uns auch an der Spitze unseres Landes mehr als guttun.

Kommentare (3)

... länderspielreife deutsche Spieler? Die Weltmeister sicherlich, aber was haben die zu verlieren? Sie haben bereits 2014 gewonnen. Das erbärmliche Abschneiden der Clubmannschaften in Europa in der abgelaufenen Saison bietet wenig Hoffnung. Der "Kampf" in der Bundesliga um Platz 2-4 mit knapp 20 Punkten Rückstand auf Platz 1 ist ebenso kein Vorzeigefußball. Jeder neue Bundestrainer fängt derzeit mit Nichts an.

Schuld ? Löw! Die falschen mit sehr guten Saisonleistungen gezeigten Spieler nach Hause geschickt und welche mit mangelhaften, keinen bis gar keinen guten Saison Leistungen mitgenommen. Ein anderer Trainer muss her, schnell , wie wäre es mit dem neuen Bayern Trainer, der ist jung.

Die falscheste Entscheidung in der deutschen Kanzlerschaft - D kann man zZ mit dem Zustand unserer Nationalmanschaft vergleichen - ein pol. wirt. und soziaer Neuanfang sind zwingendst notwendig