KOMMENTAR

Rundfunkbeitrag bei der Fußball-WM missbraucht

Verraten ARD und ZDF den Journalismus? Bierselige Kumpanei statt objektiver Berichterstattung: Das nervt, meint unser Kommentator.
Andreas Becker Andreas Becker
Jessy Wellmer plaudert im "Schöner-Wohnen-Ambiente" am Ufer des Tegernsees mit Ex-Bayern-Star Philipp Lahm.
Jessy Wellmer plaudert im „Schöner-Wohnen-Ambiente” am Ufer des Tegernsees mit Ex-Bayern-Star Philipp Lahm. SWR
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Neubrandenburg.

Der Wutpegel steigt kontinuierlich – seit dem 14. Juni, dem Tag, an dem die WM begann. Am Montag nun schwappte der Pegel über – bei der vierteljährlichen Zwangsüberweisung an die GEZ. Was das miteinander zu tun hat? Da zahle ich also eine Pflichtgebühr an die öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten – und bekomme bei der WM im speziellen und in der Sportberichterstattung im allgemeinen eine ätzende Duz-Orgie zwischen sogenannten „Journalisten” und Sportlern.

Wenig Distanz, kaum Kritik – dafür bierselige Kumpanei und höfliches Schulterklopfen. Dazu gibt es abgehalferte Ex-Fußballer als „Experten” – jene Gattung ist von Journalismus so weit entfernt wie der weiße Hai vom Tollensesee.

Die Krönung dieser missratenen Berichterstattung: ARD-Sportmoderatorin Jessy Wellmer sitzt tiefenentspannt im „Schöner-Wohnen-Ambiente” am Ufer des mondänen Tegernsees und plaudert mit Ex-Bayern-Star Philipp Lahm über das Gekicke auf dem Rasen in Russland. Jessy und Philipp duzen sich, lächeln sich an, kokettieren miteinander – fehlt nur noch der Prosecco! Objektive Berichterstattung? Versenkt auf dem Grund des Tegernsees. Und wir als GEZ-Zwangsverpflichtete zahlen das alles. Nein, danke!

 

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Kommentare (2)

Gerade einen pointierten Kommentar geschrieben und nach dem Abschicken "nicht berechtigt" als Meldung bekommen.
Kriegt mal Euer System hier in ordnung.

und natürlich ist er weg. :-(