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Wolfgang Ziegler kommt zum 50. Parkfest nach Brüssow

Wer weiß, welcher Chor hier zum ersten Parkfest in Brüssow sang, sollte sich bei Margrt Glowe im Heimatmuseum melden. [KT_CREDIT] FOTO:privat

VonMonika StrehlowGleich drei große Ereignisse zum Jubiläum – die Organisatoren nehmensich ein Beispiel an ihren Eltern. Deren Feiernam See sind legendär ...

VonMonika Strehlow

Gleich drei große Ereignisse zum Jubiläum – die Organisatoren nehmen
sich ein Beispiel an ihren Eltern. Deren Feiern
am See sind legendär und unvergesslich.

Brüssow.Die Brüssower Parkfeste sind legendär. Seit einem halben Jahrhundert strömen Groß und Klein im Sommer zur Freilichtbühne, wenn Kultur pur und Geselligkeit geboten werden. Anke Wodrich-Laurent erinnert sich gern an die Kindheit, „als Kettenkarussell und Losbude immer dazu gehörten. Sonntags gingen die Eltern zum Frühschoppen, das war Pflichtprogramm.“
Heute ist die 40-Jährige selbst „Managerin“ des Parkfestes, das 1963 aus der Taufe gehoben wurde. Das Jubiläum soll ein unvergessliches Erlebnis werden. „Vor einem halben Jahr begannen wir zu überlegen, wohin es gehen soll – und haben uns ein Beispiel an früher genommen.“ Da wurde drei Tage lang gefeiert. Das sollen die Brüssower diesmal auch: vo 31. Mai bis 2. Juni. Statt einer Disco spielt aus Leipzig der „Danceclub“ live, abgelöst von einem DJ, der bis Sonnabendmorgen auflegen wird, kündigt die Chefin der Arbeitsgruppe Kultur an.
Die Idee eines Volksfestes hatte damals die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Rolle. Stadtoberhaupt Günter Amberg und der damalige Kulturbeirat waren begeistert. Doch eine Freilichtbühne gab es noch nicht, erinnert im Heimatmuseum Margrit Glowe. So seien ein Stück Fläche am See gerodet und ein Podest aufgestellt worden. „Betriebe und Vereine boten ihre Unterstützung an. Dann konnte das erste Parkfest beginnen“, zeigt sie auf ein Foto. Dicht gedrängt schauen die Menschen von den Bänken zu einem Chor auf der Bühne. „Wer weiß, um welchen Chor es sich handelt?“, möchte sie wissen und hofft, dass sich jemand im Museum meldet.
Doch Bühne und Ränge reichten bald nicht mehr. Erwin Kieselbach und Erich Stein sorgten dafür, dass es Geld aus dem Bezirk gab, um Material für eine größere zu kaufen. Errichtet wurde sie 1964 im Rahmen des sogenannten Nationalen Aufbauwerkes (NAW). Aus dieser Zeit gibt es bis heute Schmalfilme und Fotos, die zum 50.Parkfest gezeigt werden sollen,
erzählt Margrit Glowe stolz. 1200Plätze bieten die Ränge. Oft wurden doppelt so viele Zuschauer gezählt.
Das Jubiläum gibt guten Grund für gleich drei große Ereignisse am 1. Juni: die vereinsoffenen Meisterschaften im Castingangeln der Kreisverbände Ostvorpommern, Demmin, Uecker-Randow und des Anglervereins Brüssow, das Brüssower Kinderfest und der DRK-Kreisverbandstag. Als Stargast am Abend ist Wolfgang Ziegler angesagt. Zudem wird der Himmel über dem Festplatz in einer Lichtshow strahlen.
Natürlich gibt es diesmal wieder einen Frühschoppen, versichert Anke Wodrich-Laurent lächelnd, zu dem die Kaiserlich-Königliche Regimentskapelle spielen wird.

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m.strehlow@uckermarkkurier.de