Welches Brautkleid steht welchem Figurtyp?

Das Vokuhila-Kleid ist ausgefallen. Wie die namensgebende Frisur ist es vorne kurz und hinten lang.
Hochzeitssaison

Welches Brautkleid steht welchem Figurtyp?

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25. April 2019

Bei der eigenen Hochzeit, soll das Kleid nicht nur perfekt sitzen, sondern am besten noch die eine und andere Problemzone verstecken. So klappt's.

Das A- oder Duchesse-Kleid: Für kurvige und für androgyne Figuren

„Das ist die figurfreundlichste Schnittform“, sagt Tatjana Schlössl, Inhaberin des Brautmodengeschäfts „Ganz in Weiß“ in Kaufering (Bayern). Am Oberkörper liegt es eng an, was das Dekolleté betont. Ab der Taille ist es mal mehr, mal weniger ausgestellt. „Das kaschiert hervorragend Problemzonen an Bauch, Beinen und Po.“ Das Kleid ist damit ideal für kurvige Frauen. „Sie haben oft wunderschöne Dekolletés und schöne Taillen. Diese Hingucker sollte man betonen“, findet Nancy Weitzel, Geschäftsführerin von „Forever Brautmoden“ in Hochheim am Main (Hessen). „Was mit dem Po ist, fällt unter dem weiten Rock kaum auf.“ Zugleich sei die A-Linie ideal für kleinere Frauen, „weil die senkrecht fallenden Schnittlinien die Braut schlanker und größer wirken lassen“, erklärt Schlössl.

Übrigens: Duchesse-, Prinzessinnen- oder Sissi-Kleider sind nichts anderes als A-Linien. Sie haben lediglich einen vergleichsweise weit ausgestellten Rock und enge Korsagen. Schlössl erklärt: „Dieser Schnitt kann grundsätzlich von allen Figurtypen getragen werden. Der ausgesprochen weibliche Look verzeiht auch etwas breitere Hüften.“ Frauen mit einer H-Figur wird ebenfalls zur A-Linie geraten. Sie haben eine eher androgyne Figur mit wenig Taille, Po, Busen und Hüfte. Die A-Linie modelliert hier mehr Taille.

Das Vokuhila-Kleid: Für große Frauen mit schönen Beinen

Das Vokuhila-Kleid ist ausgefallen. Wie die namensgebende Frisur ist es vorne kurz und hinten lang. „Hier ist es ganz besonders wichtig, dass die Braut schöne lange Beine hat und möglichst groß ist“, findet Brautkleidberaterin Weitzel. Zudem sollte die Braut ihre Knie auch gern zeigen und grundsätzlich eher den flippigen Look mögen.

Der Empire- oder i-Stil: Für kleine oder schlanke, kurvige Frauen

„Kleine Frauen sind oft unsicher, ob ihnen ein langes Kleid steht“, berichtet Angela Stöckel, Inhaberin des Brautmodengeschäfts „Weiß zu Schwarz“ in Frankfurt. „Sie befürchten, es lasse sie noch kleiner wirken.“ Für sie ist der Empire-Stil gut. „Die Taille beginnt hier direkt unter der Brust, was den restlichen Körper länger erscheinen lässt“, erklärt Stöckel. Dieser Kleiderschnitt ist hingegen weniger gut für große Frauen. Ihnen stehen Kleider mit einer tiefer sitzenden Taille oft besser.

Schmaler und noch gerader geschnitten sind i-Linien-Modelle. „Schlanke Frauen mit einer Sanduhren-Figur sind damit gut beraten, weil es die schmale Taille betont“, sagt Schlössl. Bräute mit einer H- oder V-Figur – also mit vergleichsweise breiten Schultern – könnten sie ebenfalls gut tragen.

Das kurze Kleid: Für alle Frauen mit schön geformten Beinen

Insbesondere für standesamtliche Trauungen sind kurze Kleider beliebt. „An Frauen mit schönen Beinen sehen sie toll aus“, sagt Weitzel. „Man sollte aber hohe Schuhe dazu tragen.“ Dem kurzen Schnitt ist egal, ob die Frau ein paar Pfunde mehr oder weniger hat. Denn Varianten mit ausgestelltem Rock, also A-Linien, stehen auch in kurzer Form fast jeder Frau, sagt Schlössl. „Besonders solche im Marilyn-Monroe-Stil sehen auch an Frauen mit größerer Konfektionsgröße toll aus, weil die Taille betont wird und der Petticoat den Po und die Oberschenkel versteckt.“ Weitzel rät: „Endet der Rock über den Knien, lässt das die Beine schmaler wirken.“

Etui-Kleider sind figurbetont. Der Stoff liegt hier bis zu den Knien eng an. „Der schmale Schnitt streckt die Braut optisch und ist daher besonders für kleinere Frauen vorteilhaft“, erklärt Schlössl. Schlanke Frauen ohne größere Problemzonen können es gut tragen. „Kleinere Problemzonen können mit einem etwas weiteren Schnitt kaschiert werden.“

Das Meerjungfrau- oder Trompeten-Kleid: Für Frauen mit Kurven

Das Meerjungfrauen-Kleid ist sehr beliebt. Ab den Knien ist es weiter geschnitten. An Oberkörper, Hüfte, Po und Oberschenkeln liegt es eng an. Ideal ist es für große und schlanke Frauen, „weil es ihre Figur betont und sie optisch nicht noch größer erscheinen lässt“, erklärt Weitzel. Grund dafür ist der tiefsitzende ausgestellte Part. Aber die Braut sollte Kurven haben. „Dieses Kleid setzt den Po in Szene. Ist der ganz flach, wirkt das nicht richtig“, so die Brautmodenberaterin.

Schlössl hat einen Tipp für alle Bräute, die sich ein solches Kleid wünschen, aber keine 1,75 Meter groß sind: „Die Trompeten-Form ist verwandt mit dem Meerjungfrauen-Kleid, aber schon ab dem Po ausgestellt“, erklärt die Expertin. „Der Cut liegt also höher, wodurch kleinere Frauen optisch nicht noch kleiner wirken.“

 

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Fotos: Lilly