Mehr als 10 000 Besucher genossen das Fest der Farben

Kinderschminken, Trampoline oder auch Hüpfburgen konnten Kinder auf dem fest der Farben erleben.
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Mehr als 10 000 Besucher genossen das Fest der Farben

von: Tim Prahle
29. April 2019

Artisten, Clowns, Hexen und jede Menge Attraktionen für Groß und Klein lockten am Sonnabend wieder Tausende Besucher auf das 9. Fest der Farben. Beim großen Frühlings- und Familienfest der Nordkurier Mediengruppe in Neubrandenburg blieben keine Wünsche offen.

Die Tore der Nordkurier-Druckerei auf dem Datzeberg in Neubrandenburg konnten gar nicht früh genug aufgemacht werden. Bereits vor dem offiziellen Beginn am Vormittag stürmten erste Besucher zu den Flohmarkt- und Ausstellungsständen. Die Jüngeren eroberten im Nu die Hüpfburg, die große Reifenrutsche und die Trampoline. Musikalisch eröffnete der „Freie Fanfarenverein Neubrandenburg Stadt 1980“ das Fest, in dem er sich buchstäblich mit Pauken und Trompeten seinen Weg bis zur Bühne bahnte. „Es war wirklich schön, dass schon Publikum da war, das auf uns wartete“, freute sich der Vereinsvorsitzende Andreas Jordan nach dem Auftritt.

Er war bei Weitem nicht der Einzige, der bei diesem Fest in bester Stimmung war. Bei bedecktem Himmel, der immer mal wieder aufklarte, konnten sich die Besucher von den vergangenen sehr warmen Tagen ein wenig bei Spiel und Spaß erholen. „Nicht zu heiß und nicht zu kalt“, sagte ein Besucher im Vorbeigehen. Er deutete gen Himmel, um klar zu machen, dass nicht die Bratwurst in seiner Hand gemeint sei.

Heiß her ging es dafür bei dem Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Wulkenzin. Im Laufe des Tages kamen viele Kinder, die auch einmal ein simuliertes Feuer löschen wollten. Doch in einem Fall wollte eine falsche Flamme an der aufgestellten Wand einfach nicht umkippen. „Wie im echten Leben“, sagte Jugendwart Michael Bock. Entspannt blickte sein Trupp auf die langen Schlangen vor der Löschübung mit der Wasserspritze. Einige waren bereits im vergangenen Jahr dabei. „Das sind schon echte Profis“, sagte Bock.

Jeder durfte jonglieren und auf Stelzen laufen

Die „Zirkusträume“ waren zum ersten Mal mit einem Zelt dabei. Dort führten Artisten Kunststücke vor. Doch auch Besucher probierten sich aus, etwa beim Jonglieren oder Stelzenlaufen. Im vergangenen Jahr hatte die Artistenschule Contraire von Jutta Schönherz „Walk-Acts“ präsentiert – ohne Zelt. „Es ist immer schön, hier zu sein“, betonte Schönherz, die mit ihrer Schule extra aus Berlin angereist war. Und das bunte Zirkuszelt passe konzeptionell auch sehr gut zu den anderen Attraktionen.

Die wurden den ganzen Tag über in Beschlag genommen. Auf der großen Reifenrutsche und der Hüpfburg in Zugform tobten sich die Jüngsten aus. Auch auf der Matte der Judoka war dies möglich. Der Judoclub „Vier Tore“ Neubrandenburg feierte beim Fest den Auftakt der Aktion „Sport für Jedermann“. Eine Woche, die mit der Fahrt einiger Athleten zu den Deutschen Mannschaften im ID-Judo, der Variante für geistig Behinderte, in Bocholt (Nordrhein-Westfalen) enden wird, wie der Vereinsvorsitzende Udo Blum verriet.

Später am Nachmittag führten auch die Profi-Judokas einige Schaukämpfe vor. „Eine Bratwurst dürfen die vorher durchaus zu sich nehmen“, hatte Blum im Vorfeld augenzwinkernd gesagt. „Aber kein Bier!“ Der Judo-Trainer war mit seinen Gedanken zur passenden Nahrungsaufnahme nicht allein.

Mitmachaktionen mit vielen Preisen

An den Schlangen vor den Versorgungsstationen zeigte sich, was die insgesamt erneut mehr als 10 000 Besucher zu welcher Tageszeit bevorzugten. Am Mittag lagen besonders Wurst und Steak im Trend, zum Nachmittag schwenkte die Stimmung auf Waffeln und Eis um. Die Genuss-Pausen ließen sich gut an den Tischen vor der Bühne verbringen. Obwohl von dort gegen 15 Uhr ordentlich eingeheizt wurde, als die Neubrandenburger Jugendband „Verrockte Jungs“ bekannte Lieder zum Besten gab.

Wer nach kulinarischem und musikalischem Genuss ein bisschen Aktivität brauchte, für den waren die zahlreichen Stände der Nordkurier Mediengruppe die perfekte Wahl. Sie luden Besucher dazu ein, sich zu informieren und bei Mitmach-Aktionen kleine Preise zu ergattern. So wurden am Stand des Nordkurier fünf Überraschungspakete verlost. Auch andere Mitarbeiter freuten sich über großen Andrang. „Wir sind durchgängig gut besucht“, sagte Judith Buchholz, die den Stand der Nordkurier Logistik betreute.

Auch die Druckereiführungen kamen wieder gut an. Davon konnte sich Lutz Schumacher selbst überzeugen, als er eine Besucher-Gruppe begleitete. Der Nordkurier-Chef machte keinen Hehl daraus, dass das Fest der Farben auch für ihn einen Jahreshöhepunkt darstellt. „Wir werden mit jedem Mal ein klein bisschen besser“, resümierte er voller Vorfreude auf das nächste Jahr.

Tim Prahle

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Text:

Tim Prahle
Fotos: Simon Voigt