Mark Forster auf großer "Liebe"-Tour

Mark Forster ist auf großer "Liebe"-Open-Air-Tour.
Interview

Mark Forster auf großer "Liebe"-Tour

von: Gerlinde Bauszus
20. Juni 2019

Mark Forster ist momentan auf großer "Liebe"-Open-Air-Tour. Unserer Autorin Gerlinde Bauszus verriet der Musiker und "The Voice Coach" was es mit seinem Markenzeichen, dem Cappy, auf sich hat und was er an "The Voice" so gern mag.

Das Basecap ist inzwischen eine Art Markenzeichen von Ihnen. Wie kam es? Gibt es dazu eine Geschichte?

Nun, da geht es mir wohl ein wenig wie dem Apple-Gründer Steve Jobs, der immer einen schwarzen Rollkragenpulli zur hellen blauen Jeans getragen hat. Ich habe es mir angewöhnt, Kappen zu tragen – ohne Aufschrift. Anfang des Jahres kaufe ich einen Karton voll, und nach und nach verbrauche ich die dann.
 

War es für Sie von Anfang  an klar, dass Musik Ihr Leben bestimmen wird?

Ich komme aus Winnweiler, einem sehr kleinen Dorf nahe Kaiserslautern – die Vorstellung, dass ich irgendwann ein Musiker sein könnte, dessen Songs im Radio laufen und zu dem voll viele Leute ins Konzert kommen, das war für mich absolut unrealistisch. Wenn ich meinem 13-jährigen Ich erzählen würde, was heute hier los ist, es würde heulen vor Glück.
 

Treffen sie sich noch ab und na mit den Jungs Ihrer ersten Band?

Meine erste Band hieß „Geropoco“, eine Abkürzung für unsere Musikrichtung - Gediegene Rock-Pop-Combo. Und tatsächlich, „Geropoco“ gibt es noch als App-Gruppe. Wir treffen uns immer kurz vor Weihnachten in unserem Heimatort und trinken gemeinsam ein Bier. 
 

Mit welcher künstlerischen Aktion kam der Durchbruch?

Ach, das ist superschwer zu sagen. Für mich war es überhaupt schon ein Durchbruch, dass ich 2012 meine erste Platte machen durfte. Das ist wohl so schrittchenweise passiert – eins hat zum nächsten geführt. Aber klar, das Lied „Au Revoir“ war für mich superwichtig. Und dass damals Lukas Podolski das Lied während der Weltmeisterschaft auf Twitter geteilt hat, hat mir nicht geschadet.
 

Sie sind seit Jahren Juror bei „The Voice of Germany“. Was gefällt Ihnen an dem Format?

Es ist ein bisschen wie mein Büro-Job. Ich mag es einfach, wenn in meinem Terminkalender steht, dass jetzt bald wieder „The Voice“-Zeit ist. Besonders mit so talentierten und motivierten Kids zu arbeiten, ist immer wieder eine Freude, vielleicht auch, weil man sich da selber irgendwo auch spiegeln kann.
 

Was macht die Arbeit mit den „Voice“-Kollegen aus?

Bei „The Voice“ auf dem roten Stuhl sitzen zu dürfen, empfinde ich immer noch als einen ziemlich großen Ritterschlag. Da darf immerhin nicht jeder sitzen. Mittlerweile habe ich ja auch neben mir im roten Stuhl schon eine ganze großartige Riege an Kollegen erlebt. Und ich freue mich jedes Jahr wieder auf die neue Kombination. 
 

An welche Station Ihrer Karriere erinnern Sie sich heute noch besonders gern?

Besonders in Erinnerung ist mir tatsächlich unsre Arena-Tour Anfang des Jahres geblieben, die größte Tour, die wir je gespielt haben. Der Aufwand war enorm. Wir hatten 18 Lkw dabei. Lady Gaga nur 14. (lacht) Und haben uns sehr sehr gewissenhaft vorbereitet. Diese Tour werde ich nie vergessen.

 

Mark Forster auf großer "Liebe"-Open-Air-Tour. Alle Termine unter https://www.markforster.de/termine.

 

Gerlinde Bauszus, Redakteurin beim Nordkurier-Magazin Zuhause.

Verfasser

Fotos: Jens Koch