Dieser Steak-Salat bringt uns in Wallungen

Steaksalat mit Blauschimmelkäse und Staudensellerie
Frühlings-Rezept

Dieser Steak-Salat bringt uns in Wallungen

von: Sirko Salka
18. April 2019

Rumpsteak, Merrettich und Blauschimmelkäse garantieren eine höchst abwechslungsreiche und hammer-leckere Mahlzeit. Und - kerngesund sind die Zutaten auch noch.

Der Frühling zeigt sich bei uns im Nordosten ja momentan von seiner schönsten Seite: Sonne pur und T-Shirt-Temperaturen über Ostern lassen alle Knospen platzen, es grünt, blüht und gedeiht in den schillerndsten, saftigsten Farben. Was die Natur an Magie jedes Jahr zu bewerkstelligen vermag, das zaubern wir uns gemeinsam mit dem Penzliner Koch und Genuss-Experten Holger Gniffke frisch und fröhlich auf den Teller.

Unser Steaksalat mit Blauschimmelkäse, Meerrettichwurzeln und Staudensellerie ist eine Geschmacks-Granate, die selbst den tiefsten Winterschläfer putzmunter zurück ins Leben katapultiert.
Und ein gesunder Scharfmacher noch dazu, da frischer Meerrettich, ein Aromabündel der Extraklasse, stark durchblutungsfördernd ist. Auf natürliche Weise wirkt er antibakteriell. Nur übertreiben sollte man den Verzehr laut Gniffke nicht.

Tier mit gutem Rezept würdigen

Bei der Wahl des Fleisches empfiehlt der Nordkurier-Fachmach ein gut gereiftes Stück, das im Idealfall drei bis vier Wochen im Kühlhaus „abgehangen“ hat. „Dann ist das Rumpsteak voller Aromen und gibt uns Kraft und Vitalität“, sagt Gniffke, und er fügt an: Wenn man schon ein Tier töte, solle man es „nicht verramschen, sondern mit einem guten Rezept würdigen“.
Aus diesem Grund wählt der Penzliner Gourmet buntes Gemüse wie Tomaten oder Staudensellerie für den Salat. Letzteres ist laut Gniffke eine ziemlich knackige und aromatische Zutat – „da sind keinerlei Geschmacksverstärker mehr von Nöten.“
Genau das Richtige also, um voller Kraft und Tatendrang wieder aufzudrehen. „Da wir zur Zeit noch nichts aus eigenem Anbau ernten können, greifen wir eben auf leckeres Lagergemüse zurück.“
Mit dem Blauschimmelkäse, einem echten Roquefort, als i-Tüpfelchen, schmeißt Gniffke den Genießerturbo an. Dieser intensive Käse wird aus Schafsmilch gewonnen – und durch Zugabe von Brotschimmel  erst kultiviert. „Schimmelpilze zerlegen Eiweiße und Fette, so entsteht ein enormes Aroma.“ Das knallt aber mal ordentlich!
Doch, Vorsicht: Derselbe Schimmel, der im Käse unbedenktlich ist, kann auf dem Brot Gifte produzieren. Die Landschaft ist bekanntlich nicht das Gebiet. Guten Appetit!

Und so wird der Steaksalat mit Blauschimmelkäse und Staudensellerie zubereitet:

Zutaten für 2 Personen

2 Rumpsteaks, à 180 g
3 Tomaten
25 g Meerrettichwurzel, frisch
4 EL Zitronensaft
2 TL Worcestershire-Sauce
1 EL Tomatenmark
Salz
3 EL Olivenöl
Pfeffer, schwarz
Muskatnuss, frisch gerieben
220 g Staudensellerie mit Grün
1 Zwiebel, rot
40 g Oliven, grüne mit Paprikafüllung
1 Mini-Römersalat
80 g Roquefort Käse

 

Zubereitung

1. Tomaten halbieren, das weiche Innere mitsamt Kernen mit einem Löffel herauskratzen und in einen Rührbecher geben. Tomaten ohne Stielansätze in 1 cm breite Streifen schneiden.
2. Meerrettich dünn schälen und fein reiben. Sofort mit Zitronensaft, Worcestershire-Sauce, Tomatenmark und etwas Salz im Rührbecher kurz glatt pürieren. 2 EL Öl kurz unterpürieren.
3. Restliches Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Steaks rundum mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und bei starker Hitze auf jeder Seite 2-3 Minuten braten. Bei 65°C für 10 Minuten in den Backofen geben. Steaks heraus nehmen,  auf einem Teller ruhen und abkühlen lassen.
4. Inzwischen den Sellerie putzen, entfädeln, das Grün in kaltes Wasser legen. Stangen schräg in feine Scheiben schneiden. Zwiebel in feine Ringe schneiden und mit wenig Salz mit den Händen ca. 2 Minuten weich kneten. Oliven halbieren.
5. Römersalat putzen, längs achteln, waschen, trockenschleudern und auf einer Platte verteilen. Tomaten, Sellerie und Zwiebeln mit der Sauce mischen und mit den Oliven auf den Salat geben. Steaks quer in dünne Scheiben schneiden und auf dem Salat verteilen. Roquefort darüber zupfen. Selleriegrün trocken tupfen und darüber zupfen.

 

Sirko Salka, Redakteur beim Nordkurier-Magazin Zuhause.

Verfasser

Text:

Sirko Salka
Fotos: Sandra Specht