Leckere Tomatenvielfalt im eigenen Garten

Eine Vielzahl verschiedener Tomatensorten steht in einer Schale auf dem Tisch.
Hobbygärtnern

Leckere Tomatenvielfalt im eigenen Garten

von: Ute Ziemann
8. Mai 2019

Rund 6000 Sorten der beliebten Früchte sind bekannt. Im Supermarkt finden sich maximal sechs. Grund genug, für viele Hobbygärtner im eigenen Garten den Anbau neuer Sorten auszuprobieren.

Auch als Paradies- oder Liebesapfel bezeichnet ist die Tomate wohl das beliebteste Fruchtgemüse. Immerhin verspeist statistisch gesehen jeder Deutsche 26 Kilogramm pro Jahr davon. Und weil es im Supermarkt nur wenige Sorten gibt – die meist aus Gewächshäusern in Holland kommen und den fruchtigen Geschmack vermissen lassen – haben viele Kleingärtner den Anbau der Tomate für sich entdeckt. Dabei probieren sie gern neue aber auch alte vergessene Sorten aus.

Die "Goldene Königin" ist bei Kleingärtnern beliebt

War früher bei vielen die rote, süßlich, aromatische Sorte „Harzfeuer“ der Favorit, ist heute eine bunte Vielfalt in den Gärten zu entdecken. Beliebt ist die „Goldene Königin“. Sie hat mittelgroße, goldgelbe Früchte, die mit einem mild-süßen Aroma und wenig Säure punkten. Sie wird in Deutschland seit über 100 Jahren angebaut. Cremeweiß leuchtet die „Schneewittchen“-Tomate – eine süße und saftige Partytomate. Beliebt sind auch „Ananastomate“ und „Indigo Rose“. Die „Ananastomate“ ist eine gelbe fruchtige Fleischtomate mit wenig Kernen, bei der der Name dem Geschmack voll entspricht. „Indigo Rose“ fällt wegen ihrer dunklen, fast schwarz leuchtenden Farbe auf. Sie überrascht mit einem herzhaften, würzig-fruchtigen Geschmack. Diese Sorten und noch viele mehr werden im Schulgarten in Groß Plasten angebaut. Die Anlage ist ein Projekt des Landschaftspflegeverbandes „Mecklenburger Endmoräne“, um Kinder an naturnahes Gärtnern heranzuführen. Insgesamt wachsen im Schulgarten über 40 Sorten.

Noch mehr finden sich in der Gärtnerei von Michael Hager in Bartow. Aus anfangs 20 Tomatensorten sind inzwischen über 100 geworden. Die Bartower Rispencherry, eine hauseigene Sorte mit fruchtigem Geschmack gepaart mit milder Süße, ist bei den Hobbygärtnern beliebt. Genau wie die „Black Opal“, eine schwarz-rote Cocktailtomate, mit kleinen dunklen, kräftig süß schmeckenden Früchten oder die Auriga, eine orangefarbene Stabtomate, deren mittelgroße Früchte einen hohen Saftgehalt haben und mit einem angenehmen süß-säuerlichen Geschmack punkten.

Das Buch "Tomatenlust" gibt Tipps zum Anbau

Noch mehr Sortenempfehlungen können Tomatenliebhaber im Buch „Tomatenlust“ nachlesen. Die Gartenjournalistin Ute Studier hat dafür 17 „Tomatenpioniere“ in Kroatien, Österreich, Frankreich, der Schweiz und Süddeutschland besucht, die sich dem Paradiesapfel verschrieben haben. Sie geben nicht nur ihre Erfahrungen und interessante Anbaumethoden preis: Jeder empfiehlt seine Lieblingssorten mit Foto und einer kurzen Beschreibung. Abgerundet wird das Buch mit einem kleinen Exkurs zur Geschichte der Tomate und mit zehn Tipps zum Anbau für gesunde und schmackhafte Früchte.

Cover des Buches "Tomatenlust"
Ute Ziemann, Redakteurin beim Nordkurier-Magazin Zuhause.

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Ute Ziemann
Fotos: Ute Ziemann